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Unmut über Biogasanlage in Grasleben ist unbegründet - Gemeinde versucht, beim Zoff durch vermeintliche Geruchsbelästigung aufzuklären

Samtgemeinde Grasleben, den 14. 08. 2014

Grasleben. „Ja, die Geruchsbelästigung durch die Biogasanlage ist witterungsbedingt in diesem Jahr stärker als in den vergangenen Jahren“, so Betreiber Ulf Seelecke. Diese und weitere Informationen gab Seelecke bei einem Ortstermin mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Grasleben Veronika Koch sowie Gemeindedirektor Gero Janze und der Fraktionsvorsitzenden der SPD Karin Siemann.

 

Hintergrund: Während in Helmstedt Liebesschlösser im Internet heiß diskutiert werden, ist es in Grasleben die Biogasanlage. So beschweren sich Anwohner zunehmend über beißende Gerüche, die aus der Anlage kämen. Aufgrund der hohen Temperaturen und Niederschläge gab es in diesem Jahr tatsächlich eine höhere Geruchsbelästigung als in den vergangenen Jahren, die in erster Linie aber von den neben der Anlage lagernden Mieten ausgehen. Es sollte aber ausdrücklich klargestellt werden, dass Gerüche aus der Biogasanlage nicht beißend oder ätzend sind und insbesondere nicht alle Gerüche der Anlage zuzuordnen sind. Aktuell werden laut Seelecke beispielhaft größere Mengen Klärschlamm aus Nordrhein-Westfahlen nach Sachsen-Anhalt und in die Samtgemeinde Grasleben verbracht. So gäbe es im Nachbarort Weferlingen ein Silo, entsprechende Gerüche können bei ungünstiger Windrichtung also durchaus auch von dort kommen. Auch fahren die vorgenannten LKW durch Grasleben und ziehen eine unangenehme Duftwolke hinter sich her. Grasleben ist zudem nach wie vor landwirtschaftlich geprägt, so dass auf die umliegenden Felder auch Gülle ausgebracht werden muss. Ordnungsamtsleiter Frank Nitsche machte ferner deutlich, dass im Vorfeld der Errichtung der Biogasanlage zahlreiche Gutachten, u.a. zu den auftretenden nachbarschaftlichen Geruchsimmissionen, erstellt wurden. Danach werden die Immissionswerte der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) von 10 % der Jahresstunden für Wohn- und Mischgebiete und 15 % der Jahresstunden für Gewerbe- und Industriegebiete eingehalten. „Wenn es also einmal stärker riecht, muss das schlichtweg auf dem Lande hingenommen werden, die maßgeblichen Grenzwerte wurden dabei meiner Kenntnis nach nie überschritten“, so Nitsche. Zudem gäbe es auf dem Betrieb regelmäßig unangekündigt Kontrollen durch das Gewerbeaufsichtsamt und dem Landkreis Helmstedt, die den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlage belegen. Bürgermeisterin Koch betonte, dass man nach

wie vor hinter dem Projekt stehe. Laut Koch könnten mit der Anlage die Hälfte aller Haushalte in Grasleben mit Strom versorgt werden. Zudem profitieren Firmen vor Ort von umweltfreundlicher und günstiger Energie. „Wir sind froh, dass wir so den Wirtschaftsstandort Grasleben stärken können“, so Koch.

 

Abschließend verständigte man sich darauf, auch noch einmal die breite Öffentlichkeit zu informieren. Interessierte sind daher eingeladen, am 03.09.2014 um 17:00 Uhr die Anlage zu besichtigen. Anlagenbetreiber Seelecke zeigte sich dabei offen: „Wir haben nichts zu verbergen, interessierte Besucher lade ich daher gern in den Betrieb zu einer Besichtigung ein.“ Hierfür zeigt sich auch die Gemeinde Grasleben offen. Obwohl die Gemeinde laut der Bürgermeisterin nicht in der Pflicht stünde, soll Akzeptanz vor Ort geschaffen werden. Jeder könne sich dann ein Bild davon machen, dass in der Anlage nichts abgelassen wird oder gar Unrechtmäßiges passiere. Apropos Ablassen: Sollte tatsächlich einmal Gas abgelassen werden müssen, würde man dies an der Fackel am Rand des Geländes sehen. Das Gas würde dann nämlich deutlich sichtbar abgefackelt und nicht abgelassen werden. Gemeindedirektor Gero Janze ergänzte, dass die Aufsicht über die Anlage durch das Gewerbeaufsichtsamt geführt wird und man begründete Beschwerden dort auch sehr konsequent verfolge.

 

 

Kontakt:

 

Veronika Koch

Bürgermeisterin der  Gemeinde Grasleben

Milanstraße 11

38368 Grasleben

05357/992570

Veronika.Koch2@t-online.de

 

 

Gero Janze

Samtgemeindebürgermeister

Bahnhofstraße 4

38368 Grasleben

05357/9600-22

janze@grasleben.de

 

Biogas GmbH & Co. KG

Ulf Seelecke

Schaperwiesenweg 1

38368 Grasleben

01728239794

seelecke@t-online.de

 

 
 
 
 

Baugrundstücke in der Samtgemeinde Grasleben_09-2020

 
 

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